Vogesen/Elsass                

          
Termin: 16. – 22. Juli 2017

Warum in die Alpen reisen, wenn die hohen Berge doch so nah sind! Denn streng genommen hat der Anstieg auf den Grand Ballon, den Ballon d’Alsace, den Col de la Schlucht, den Hoheneck oder Soultzereneck kaum weniger Höhenmeter zu bieten wie die Klassiker in den Alpen: mehr als tausend Meter. Trotzdem sind die Vogesen bei den meisten Zweiradfahrern als Reiseziel recht unbekannt. Das mag vielleicht auch an der Sprachbarriere liegen: Französisch. Dabei verstehen und sprechen die meisten Elsässer ausgezeichnet Deutsch und sind zudem noch ausgesprochen herzlich und gastfreundlich.
Wir haben in der Nähe von Sainte Marie aux Mines im Silbertal eine kleine, zauberhafte „Auberge“ gefunden, deren Gastwirte sich obendrein noch perfekt auf die elsässische Küche mit Ziebelkuchen, Pasteten, Sauerkraut mit Schlachtplatte, Geflügel, frische Pilze, geräucherte Forellen und vieles mehr verstehen, was Leib und Seele zusammenhält. Auf der Sonnenterrasse oder einem schattigen Plätzchen im Biergarten vor dem Haus können wir in gemütlicher Runde den Tag ausklingen lassen und die Ereignisse des Tages Revue passieren lassen.
Denn davon gibt es viele. Auf vier geführten Touren von 250-300 Kilometer Länge erreichen wir die Haut Barr, eine gigantische Burgruine oder die bizarre Sandsteinformation am Mt. Ste-Odile, dem meist besuchten Wallfahrtsort im Elsass. Von beiden Punkten genießt man bei gutem Wetter einen traumhaften Blick ins Rheintal und hinüber bis zum Schwarzwald. Auch das Schiffshebewerk bei Artzwiller, ein technisches Meisterwerk,  liegt auf einer unserer Routen, bevor es wieder über unzählige Kilometer nahezu unbefahrenen Waldstraßen zurück zum Hotel geht. Gerade die einsamen Straßen sind das Salz in der Suppe einer unvergesslichen Vogesen-Reise, weil sie fernab jeglicher „Zivilisation“ zu sein scheinen und mitten durchs Herz der Vogesen führen. Selten ausgeschildert und schwer zu finden, werden sie meist nur von Einheimischen und Wanderern als Ausgangspunkt langer Exkursionen genutzt. Wer zudem auf Burgruinen steht, kommt hier voll auf seine Kosten.
Weitere Ziele wie die Route des Crêtes (Vogesenkammstrasse), der Grand Ballon oder Ballon d’Alsace dürfen ebenso wenig in einer Vogesenreise fehlen, wie der Col de la Schlucht oder die tieggrünen Seen Lac de Longemer und Lac de Géradmer. Als Kontrastprogramm liegen am Fuß der Vogesen und eingebettet in Weinberge zahlreiche Weindörfer und Ortschaften wie Obernai, Ribeauville oder Riquewihr auf unserer Route. Ihre bunten wie malerischen Fachwerkhäuser geben nicht nur ein romantisches Bild ab, sie sind auch eine abwechslungsreiche Touristenattraktion.
Angesichts so vieler gefahren Kilometer und Eindrücke tut eine Pause auch mal gut. Zwischen den vier Touren, zur Wochenmitte hin, werden wir einen Ruhetag einlegen. Ein Tag zur freien Verfügung, an dem man sich entspannen kann, das Rollerfahren etwas in den Hintergrund stellt und vielleicht Colmar oder Kaysersberg besichtigt, der Haut Koenigsbourg einen Besuch abstattet oder die nahegelegen Silbermine am Col les Bagenelles in Augenschein nimmt.
Eines noch zum Schluss: Obwohl es in den Vogesen stets rauf und runter geht, kommen auch ordentlich  motorisierte 125er Motorroller in der Gruppe mit hubraumstarken Großrollern gut mit. Das liegt an dem extrem kurvenreichen Charakter der Touren, die keinen hohen Schnitt erlauben, dafür aber eine sichere Fahrweise und gute Fahrpraxis voraussetzen. 

 

Ablauf Reiseprogramm:
Sonntag (16.07.2017): Individuelle Anreise. Zimmerbelegung, gemeinsames Abendessen im Hotel, anschließend Kennenlernen und gemütlicher Info-Abend mit dem Tourguide.
Montag / Dienstag (17./18.07.2017): je eine Rundtour durch die Vogesen mit einer Streckenlänge von zirka 250-300 Kilometer. Fahrzeit mit Mittags- und Kaffeepausen ca. 8-9 Stunden. Frühstück ab 7:30 Uhr, Abfahrt gegen 8:30, Rückkehr zum Hotel gegen 18:00 Uhr. Abendessen um 19:30 Uhr
Mittwoch (19.07.2017): Relax-Tag oder Fahrt nach Colmar
Donnerstag / Freitag ( 20./21.07.2017): je eine Rundtour durch die Vogesen mit einer Streckenlänge von zirka 250-300 Kilometer. Fahrzeit mit Mittags- und Kaffeepausen ca. 8 - 9 Stunden. Frühstück ab 7:30 Uhr, Abfahrt gegen 8:30 Uhr, Rückkehr zum Hotel gegen 18:00 Uhr. Abendessen um 19:30 Uhr
Samstag (22.07.2017): Frühstück ab 8:00 Uhr, anschließend individuelle Heimreise

Preise im Doppelzimmer (pro Person):
Fahrer (in)                                   879 Euro                    
Beifahrer (in)                              809 Euro
EZ-Zuschlag                              100 Euro

Leistungen im Preis enthalten:
6 x Übernachtung + Halbpension (Frühstücksbuffet + 3-Gang-Wahlmenü) in einem kleinen, familiären Landhotel mit Sonnenterrasse/Biergarten. Die Zimmer verfügen über Dusche/WC, TV, Telefon und WLAN. Überdachte Stellplätze am Haus. Vier Touren mit Tourguide, Tourbook und SCOOTOUR- Polo-Shirt.

Voraussetzungen:
ausreichende Sicherheitskleidung, Fahrpraxis, Wetterfestigkeit

Mindestteilnehmerzahl 6 Personen

Die Tour eignet sich für Motorrolleroller ab 125 ccm, Dreiräder wie Piaggio MP3, Peugeot Metropolis, etc...

Anmeldeschluss: 05. Juni 2017

  

Anmeldeformular SCOOTOUR-Reisen.doc
Microsoft Word-Dokument [29.0 KB]