Reise in die "grüne Hölle"

Unser Hotel lag hoch oben auf dem Rennsteig, weit abseits einer Hauptstraße, direkt am Waldrand, ruhig und erholsam. Die Zimmer waren gemütlich, der Ausblick Richtung Friedrichsroda herrlich, das Essen gut, doch das Personal konnte konnte mit unserer Kondition in den späten Abenstunden nicht wirklich mithalten.


Dafür war das Wetter umso prächtiger und wir konnten drei schöne Tourtage mit einer homogenen (Fahrstil) und geselligen Gruppe  mit einer Gesamtlänge von rund 700 Kilometern in vollen Zügen genießen.

 

Unsere erste Tour führte uns in östliche Richtung über Ohrdruf durchs Jonastal nach Arnstadt. Weiter südlich querten wir mehrmals im Zickzackkurs den Rennsteig. Hinter Katzberg, an der Bergstation der Oberweissbacher Bergbahn wollten wir unsere wohlverdiente Mittagspause halten. Leider hatte der Wirt noch einen gehörigen Kater vom Wochenende (Bergbahnfest) und ohne vorherige Ankündigung den Laden dicht gehalten. Im Ort fanden wir schnell einen guten Ersatz. Wir blieben auf der Höhe des Rennsteigs, passierten Schmiedefeld und schlängelten uns über kleinste Straßen nach Meura (Haflinger Zucht) und weiter durchs idyllische Schwarzatal nach Paulinzella zur Klosterruine. Über Crawinkel fanden wir zurück zum Hotel.

 

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Wartburg über Eisenach. Nicht ohne zuvor noch einige Male die Höhen des Rennsteigs zu passieren. Später ging es weiter entlang der Werra durch hübsche, verträume Dörfer über Frauensee nach Schloss Altenstein. Über Brotterode und Schmalkalden erreichten wir am späten Nachmittag zufrieden unser Hotel. Vor der Dusche aber erst einmal ein zünftiges Bier auf der Terrasse des Restaurants.

 

Dritter Tag: Die kühne Schanze Kanzlergrund und das Wintersportzentrum Oberhof standen zunächst auf dem Programm. In kurvenreicher Fahrt auf der Höhe des Rennsteigs ging es anschließend vorbei am Beerberg und über eine große Schleife von Süden nach Frauenwald und den Rennsteigbahnhof. Die Mittagsrast im historischen Bahnhofsgebäude war ein Muss! Bevor wir Suhl erreichten , um dem Waffen- und Fahrzeugmuseum einen Besuch abzustatten, genossen wir noch einmal eine bizarre, hügelige Landschaft mit engen, höchst kurvigen Straßen sowie steilen Auf- und Abfahrten. Das reinste Kurvenkarussell. Nach einer ausgiebigen Kaffeepause in Suhl (lecker Eis und Kuchen) ging es noch einmal durch waldreiche Regionen zurück ins Hotel, wo das, eine schöne Tour abrundende Terrassenbier schon auf uns wartete.

 

Die Bilder auf dieser Seite stammen von Erich Faber, Klaus Hahnemann und Klaus Koob.
Herzlichen Dank!